Die drei Ursachen für aufsteigende Mauerfeuchte

Es gibt drei Fakten für die Entstehung von aufsteigender Mauerfeuchte, die den meisten Leuten nicht bekannt sind. In Wirklichkeit sind das Binsenweisheiten, die zu "Geheimnissen" geworden sind, die nur wenige kennen.

Mauerfeuchte

1) Je mehr eine Mauer atmet, desto mehr Feuchtigkeit nimmt sie auf

Die Mauer verhält sich wie der Docht einer Öllampe: je mehr Öl man verbrennt, desto mehr wird aus dem Behälter angezogen.

In gleicher Weise gilt: je mehr eine Mauer atmen kann, desto mehr Wasser verdunstet sie: für jeden Liter Wasser, der aus der Mauer verdunstet, wird ein weiterer Liter Wasser aus den Fundamenten angezogen (und im Erdreich gibt es unendlich viel Wasser!).

Eine Mauer verhält sich somit wie eine Pumpe, die über die Verdunstung des Wassers aus der feuchten Wand funktioniert. Bei Kontakt mit der Luft von Innen-oder Außenräumen lässt eine feuchte Wand das Wasser aus dem Putz verdunsten und dieses zieht weiteres Wasser aus den Fundamenten an.

2) Mauerschäden werden grundsätzlich nicht vom Wasser verursacht

So unglaublich das klingen mag: Wasser in den Mauern ist höchstens für die Bildung von schwarzem Schimmel verantwortlich. Die wirklichen Schäden an Mauern, wie Ausblühungen und Abblätterungen des Anstrichs, abblätternder Putz und korrodierte Ziegel werden von MINERALSALZEN im Boden verursacht.

Das bekannteste dieser Mineralsalze ist Kaliumnitrat, besser als Salpeter bekannt. Diese Salze, die sowohl im Boden vorkommen als auch im Baumaterial von Mauern (Ziegel und Mörtel) enthalten sind, sind im Wasser gelöst und gelangen durch die Kapillarwirkung in das Innere der Ziegel. Am Putz angekommen, verdunstet das Wasser, aber die Salze bleiben zurück und kristallisieren aus.

ihr Volumen erhöht sich um das 14-fache und erzeugt einen gewaltigen Druck, bis zu 2000 kg pro Quadratzentimeter.

Dieser Druck ist dafür verantwortlich, dass der Anstrich ausblüht und der Putz abplatzt. Im Lauf der Zeit verstopfen die Salze komplett den Putz, bis er praktisch hermetisch dicht ist und ihn nicht mehr atmen lässt.

3) Feuchte Mauern können tausende Liter Wasser enthalten

Ziegel sind sehr stark porös und wirken wie eine Art Schwamm. 30% des Ziegelvolumens besteht aus Luft.

Somit kann ein Kubikmeter Ziegelmaterial bei völliger Sättigung bis zu 300 Liter Wasser enthalten. Ein Haus, in dem aufsteigende Mauerfeuchte festgestellt wird, kann demnach tausende Liter Wasser enthalten.

Was geschieht nun bei der Mauerwerksdurchtrennung, einer Methode, die leider immer noch von vielen Technikern empfohlen wird, wohin gelangt all dieses Wasser? Es verbleibt in der Mauer!

All diese tausenden Liter Wasser werden den Bewohnern dieser Häuser weiterhin Probleme machen. Feuchtes Gemäuer braucht tatsächlich etwa 7-8 Jahre, um völlig zu trocknen. Jenachdem, wie dick die Mauer ist.

Und in all diesen Jahren werden die Mauern weiterhin feucht bleiben, wird Wärme von außen abhalten und Sie werden weiterhin sinnlos viel Geld für das Heizen ausgeben. Denn nasse oder feuchte Wände isolieren viel schlechter als ein trockenes Mauerwerk. Besser ist es, wenn die Mauerbohren mit Luft als mit Wasser gefüllt ist. Auch das ist ein sehr wichtiger Grund die Mauern trocken zu legen.